{"id":956,"date":"2015-04-02T13:22:00","date_gmt":"2015-04-02T11:22:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.felu.ch\/wordpress\/?p=450"},"modified":"2015-04-02T13:22:00","modified_gmt":"2015-04-02T11:22:00","slug":"chteau-mercier-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.felu.ch\/wordpress\/2015\/04\/02\/chteau-mercier-2\/","title":{"rendered":"Ch\u00e2teau Mercier"},"content":{"rendered":"<p>&laquo;Es war sp&auml;t abends, als K. ankam. Das Dorf lag in tiefem Schnee. Vom Schlo&szlig;berg war nichts zu sehen, Nebel und Finsternis umgaben ihn, auch nicht der schw&auml;chste Lichtschein deutete das gro&szlig;e Schlo&szlig; an. Lange stand K. auf der Holzbr&uuml;cke, die von der Landstra&szlig;e zum Dorf f&uuml;hrte, und blickte in die scheinbare Leere empor.&raquo;<\/p>\n<p>Es war fr&uuml;her Nachmittag, als F. ankam. Die kleine Stadt lag im Sonnenschein; der Schnee hatte sich auf die hohen Berggipfel zur&uuml;ckgezogen. Vom Schlossberg allerdings war nichts mehr zu sehen. Zu Beginn des letzten Jahrhunderts wurde er abgetragen, Wasser- und Gasleitungn gelegt, Steine aus aller Welt per Eisenbahn gebracht und innert weniger Jahre entstand das Ch&acirc;teau Mercier. Lange sass F. auf der Holzbank vor der Villa Ruffieux im Schlosspark, wo ihm ein Zimmer verprochen war und sah den G&auml;rtnern zu, die Oleander auf Gabelstaplern bewegten; die Rosenbeete zu seinen F&uuml;ssen zeigten keinen Makel. Es gibt viel Land zu vermessen, dachte F.; dann h&ouml;rte er das Pfauenm&auml;nnchen schreien und ein grandioses Rad enfaltete sich. Die Audienz beim Schlossherren verz&ouml;gerte sich, doch das war F. nur recht. Kafka flatterte davon wie das Heer von Spatzen aus den L&ouml;chern der Voli&egrave;re. F. wusste, er w&uuml;rde seinen Dienst antreten. Ein kurzer Rapport pro Tag geh&ouml;rte nat&uuml;rlich dazu. Er z&uuml;ckte den Bleistift&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&laquo;Es war sp&auml;t abends, als K. ankam. Das Dorf lag in tiefem Schnee. Vom Schlo&szlig;berg war nichts zu sehen, Nebel und Finsternis umgaben ihn, auch nicht der schw&auml;chste Lichtschein deutete das gro&szlig;e Schlo&szlig; an. Lange stand K. auf der Holzbr&uuml;cke, die von der Landstra&szlig;e zum Dorf f&uuml;hrte, und blickte in die scheinbare Leere empor.&raquo; Es&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[64,12],"tags":[],"class_list":["post-956","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-chateau-mercier","category-texte"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.felu.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/956","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.felu.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.felu.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.felu.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.felu.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=956"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.felu.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/956\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.felu.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=956"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.felu.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=956"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.felu.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=956"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}